Du hast ein Testament geschrieben und darin geregelt, wer was erben soll. Aber wer setzt deinen letzten Willen auch wirklich um? Wer verkauft die Immobilie, verteilt das Vermögen, zahlt die Schulden und stellt sicher, dass deine Wünsche respektiert werden? Ein Testamentsvollstrecker übernimmt genau diese Aufgabe – und er kann Erbstreitigkeiten verhindern, die Familien oft dauerhaft zerstören.
Wann ein Testamentsvollstrecker sinnvoll ist
Bei komplexen Nachlässen mit Immobilien, Unternehmensbeteiligungen oder Auslandsvermögen. Wenn minderjährige Kinder erben und das Vermögen bis zur Volljährigkeit verwaltet werden muss. Wenn du befürchtest, dass die Erben sich streiten werden. Wenn du ein Unternehmen besitzt und sicherstellen willst, dass es nach deinem Tod geordnet weitergeführt oder verkauft wird. Und bei Patchwork-Familien, in denen die Vermögensaufteilung zwischen Kindern aus verschiedenen Beziehungen komplex ist.
Was ein Testamentsvollstrecker kostet
Die Vergütung richtet sich nach dem Nachlasswert und wird aus dem Nachlass bezahlt – nicht von dir zu Lebzeiten. Die übliche Vergütung liegt bei 2 bis 5 Prozent des Nachlasswertes. Bei einem Nachlass von 200.000 Euro sind das 4.000 bis 10.000 Euro. Klingt nach viel, ist aber im Vergleich zu einem Erbschaftsstreit, der leicht 20.000 bis 50.000 Euro an Anwalts- und Gerichtskosten verschlingen kann, ein Schnäppchen.
Ein Testamentsvollstrecker ist die Garantie, dass dein letzter Wille umgesetzt wird – professionell, neutral und ohne die emotionalen Verwerfungen, die Erbschaften in Familien anrichten können.


