Kopfschmerzen sind nicht gleich Kopfschmerzen. Was für die eine ein Spannungskopfschmerz ist, ist für die andere eine Migräne oder ein Cluster-Kopfschmerz – und jeder Typ braucht eine andere Behandlung. Das falsche Medikament kann die Schmerzen sogar verschlimmern. Hier erfährst du, welchen Kopfschmerztyp du hast und was gezielt dagegen hilft.
Die 4 häufigsten Kopfschmerztypen
Spannungskopfschmerz: Dumpfer, drückender Schmerz auf beiden Seiten, fühlt sich an wie ein zu enger Helm. Häufigster Kopfschmerztyp, ausgelöst durch Stress, Nackenverspannungen und Bildschirmarbeit. Hilft: Ibuprofen, Pfefferminzöl auf die Schläfen, Nackendehnungen, Stressabbau. Migräne: Pulsierender, einseitiger Schmerz mit Übelkeit, Licht- und Lärmempfindlichkeit. Triptane (speziell für Migräne), ruhiger, dunkler Raum, kühle Stirnkompresse. Cluster-Kopfschmerz: Extrem starker, einseitiger Schmerz hinter dem Auge, 15 bis 180 Minuten. Selten bei Frauen. Sauerstofftherapie, Triptane. Und Medikamentenübergebrauchskopfschmerz: Kopfschmerzen, die paradoxerweise durch zu häufige Schmerzmitteleinnahme entstehen – wenn du an mehr als 10 Tagen pro Monat Schmerzmittel nimmst.
Wann du zum Arzt musst
Plötzlicher, noch nie dagewesener Kopfschmerz mit maximaler Intensität (Donnerschlagkopfschmerz) – sofort 112 rufen! Kopfschmerzen mit Fieber, Nackensteife und Bewusstseinstrübung – mögliche Hirnhautentzündung. Kopfschmerzen nach einem Sturz oder Schlag. Kopfschmerzen, die über Wochen schlimmer werden. Und Kopfschmerzen mit Sehstörungen, Lähmungen oder Sprachstörungen – möglicher Schlaganfall.
Kopfschmerzen sind in den meisten Fällen harmlos, aber behandelbar. Identifiziere deinen Typ und behandle gezielt statt pauschal.


