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Steuertipps für Frauen: Was du von der Steuer absetzen kannst, welche Fehler dich Geld kosten und wie du hunderte Euro zurückbekommst

Steuertipps für Frauen: Was du von der Steuer absetzen kannst, welche Fehler dich Geld kosten und wie du hunderte Euro zurückbekommst

Jede zweite Frau in Deutschland verschenkt Geld, weil sie keine Steuererklärung abgibt – oder sie falsch ausfüllt. Im Durchschnitt bekommen Arbeitnehmerinnen über 1.000 Euro vom Finanzamt zurück, wenn sie ihre Steuererklärung einreichen. Das Problem: Viele wissen nicht, was sie absetzen können, scheuen den Aufwand oder denken, es lohne sich bei ihrem Einkommen nicht. Es lohnt sich fast immer – und mit einer Steuer-App dauert es oft weniger als eine Stunde.

Was du als Arbeitnehmerin absetzen kannst

Werbungskosten sind der größte Hebel: Alles, was du für deinen Beruf ausgibst, mindert dein zu versteuerndes Einkommen. Das Finanzamt gewährt automatisch eine Pauschale von 1.230 Euro – alles darüber musst du nachweisen, aber es lohnt sich schnell. Fahrtkosten zur Arbeit (Entfernungspauschale: 30 Cent pro Kilometer für die ersten 20 Kilometer, 38 Cent ab dem 21. Kilometer, einfache Strecke), Homeoffice-Pauschale (sechs Euro pro Tag, maximal 1.260 Euro im Jahr), Arbeitsmittel (Laptop, Bürostuhl, Fachliteratur, Berufskleidung), Fortbildungskosten und Berufsverbände.

Sonderausgaben: Kirchensteuer, Spenden (Spendenquittung aufheben), Riester-Beiträge (bis 2.100 Euro absetzbar), private Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge und Ausbildungskosten (Erststudium bis 6.000 Euro als Sonderausgaben, Zweitstudium unbegrenzt als Werbungskosten). Außergewöhnliche Belastungen: Krankheitskosten (Zuzahlungen, Brille, Zahnersatz – abzüglich einer zumutbaren Eigenbelastung), Pflegekosten für Angehörige und Bestattungskosten. Mehr zum Thema Finanzen in unserem Riester-Rente-Ratgeber.

Steuervorteile für Mütter und Familien

Kinderbetreuungskosten: Zwei Drittel der Kosten für Kita, Tagesmutter, Babysitter und Hort sind absetzbar – maximal 4.000 Euro pro Kind und Jahr. Kinderfreibetrag vs. Kindergeld: Das Finanzamt prüft automatisch, was günstiger ist (bei höherem Einkommen ist der Freibetrag oft besser als das Kindergeld). Entlastungsbetrag für Alleinerziehende: 4.260 Euro plus 240 Euro für jedes weitere Kind – ein erheblicher Steuervorteil, den viele Alleinerziehende nicht kennen oder vergessen einzutragen.

Steuerklassenwahl bei Ehepaaren: Die Kombination III/V ist nur dann sinnvoll, wenn ein Partner deutlich mehr verdient als der andere – sie führt zwar zu höherem monatlichem Netto, aber der weniger verdienende Partner zahlt überproportional viel Steuer, und Lohnersatzleistungen (Elterngeld, Krankengeld, Arbeitslosengeld) werden auf Basis des niedrigeren Nettos berechnet. Vor einer geplanten Schwangerschaft deshalb rechtzeitig (spätestens sieben Monate vor dem Mutterschutz) auf IV/IV oder III/V mit dem höheren Einkommen in Klasse III wechseln, um das Elterngeld zu maximieren.

FAQ: Häufige Fragen

Welche Steuer-App ist die beste?

Für einfache Fälle (Angestellte ohne Nebeneinkünfte): WISO Steuer, Taxfix oder SteuerBot – alle führen dich per Frage-Antwort-System durch die Erklärung und kosten 30 bis 40 Euro (selbst absetzbar im Folgejahr). Für komplexere Fälle (Selbstständigkeit, Vermietung, Kapitalerträge): WISO Steuer oder Elster Online (kostenlos, aber weniger benutzerfreundlich). Die App-Kosten sind fast immer niedriger als die Erstattung – selbst wenn du nur die Pendlerpauschale und Homeoffice geltend machst.

Lohnt sich die Steuererklärung bei Teilzeit?

Ja – gerade bei Teilzeit lohnt sie sich oft besonders, weil der Lohnsteuerabzug auf ein Vollzeitgehalt ausgelegt ist und bei Teilzeit zu viel Steuer einbehalten wird. Außerdem: Fahrtkosten, Kinderbetreuung und Sonderausgaben wirken sich bei niedrigerem Einkommen prozentual stärker aus. Eine Steuererklärung bei Teilzeit bringt fast immer eine Erstattung – oft mehrere hundert Euro.

Fazit: Eine Stunde Aufwand, hunderte Euro zurück

Die Steuererklärung ist kein bürokratisches Monster – mit einer App ist sie in 30 bis 60 Minuten erledigt. Sammle über das Jahr Belege (Fahrtkosten, Arbeitsmittel, Fortbildungen, Kinderbetreuung, Spenden), trage sie ein und lass das Finanzamt rechnen. Im Durchschnitt bekommst du über 1.000 Euro zurück – das ist der beste Stundenlohn, den du je verdienen wirst.

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