Jede zweite Nebenkostenabrechnung in Deutschland enthaelt Fehler – das haben Mietervereine wiederholt festgestellt. Falsche Umlageschluessel, nicht umlagefaehige Kosten, Rechenfehler und verpasste Fristen kosten Mieter im Schnitt 200 bis 400 Euro pro Jahr. Geld, das du zurueckbekommst, wenn du weisst, worauf du achten musst. Die Pruefung dauert 20 Minuten und kann sich doppelt und dreifach lohnen.
Die 7 haeufigsten Fehler in Nebenkostenabrechnungen
Nicht umlagefaehige Kosten: Verwaltungskosten, Reparaturen, Instandhaltung und Bankgebuehren des Vermieters duerfen nicht auf Mieter umgelegt werden – stehen aber haeufig in der Abrechnung. Falscher Umlageschluessel: Die Kosten muessen nach dem im Mietvertrag vereinbarten Schluessel verteilt werden (Wohnflaeche, Personenzahl oder Verbrauch). Ein Wechsel des Schluessels ohne Zustimmung des Mieters ist unwirksam. Verpasste Frist: Der Vermieter muss die Abrechnung innerhalb von zwoelf Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums zustellen. Kommt sie spaeter, musst du Nachzahlungen nicht leisten (Guthaben steht dir trotzdem zu). Doppelte Berechnung: Posten wie Hausmeister oder Gartenpflege, die bereits in der Grundmiete enthalten sind, duerfen nicht nochmals als Nebenkosten abgerechnet werden. Fehlende Belege: Du hast das Recht, alle Originalbelege einzusehen – fordere die Belegeinsicht schriftlich an, wenn dir etwas unklar ist. Zum Thema Mietrecht auch unser Kuendigungsrecht-Ratgeber.
Fazit: 20 Minuten Pruefen koennen 400 Euro sparen
Nimm dir die Abrechnung vor, pruefe die sieben Punkte und widerspriche innerhalb von zwoelf Monaten schriftlich, wenn du Fehler findest. Dein Mieterverein hilft dir dabei – die Mitgliedschaft (60 bis 100 Euro pro Jahr) lohnt sich oft schon bei der ersten geprüften Abrechnung.


