Den Arm über den Kopf heben, in den Schrank greifen, die Haare föhnen – wenn jede Bewegung über Kopfhöhe stechende Schmerzen in der Schulter verursacht, steckt häufig ein Impingement-Syndrom dahinter. Bei dieser Engstelle in der Schulter wird eine Sehne der Rotatorenmanschette beim Anheben des Arms eingeklemmt – das verursacht Entzündung, Schmerz und langfristig Sehnenschäden.
Warum Frauen häufiger betroffen sind
Frauen haben anatomisch engere Schultergelenke und neigen stärker zu Haltungsproblemen durch Büroarbeit und Smartphone-Nutzung. Die typische Rundrücken-Haltung am Schreibtisch kippt die Schulterblätter nach vorne und verengt den Raum unter dem Schulterdach. Nackenverspannungen und ein schwacher oberer Rücken verstärken das Problem. Und die Frozen Shoulder kann als Komplikation eines unbehandelten Impingements auftreten.
Was am besten hilft
Physiotherapie mit Fokus auf Haltungskorrektur, Schulterblatt-Stabilisation und Kräftigung der Rotatorenmanschette ist die Basisbehandlung. Die wichtigste Übung: Außenrotation mit dem Theraband – stärkt genau die Muskeln, die den Raum unter dem Schulterdach öffnen. Cortison-Injektionen in den Schleimbeutel können akute Entzündungen schnell lindern. Und eine OP ist nur nötig, wenn konservative Behandlung nach sechs Monaten keine Besserung bringt.
Schulterschmerzen sind kein Schicksal. Mit der richtigen Therapie und konsequentem Training kannst du wieder schmerzfrei über Kopf greifen. Fang mit den Übungen an – deine Schulter wird es dir danken.


