Dein Vermieter kündigt dir ohne Grund, die Mieterhöhung ist überzogen, die Nebenkostenabrechnung fehlerhaft oder die Kaution wird nicht zurückgezahlt – Mietstreitigkeiten gehören zu den häufigsten Rechtsstreiten in Deutschland. Ein Fachanwalt für Mietrecht kann in diesen Situationen tausende Euro für dich retten. Aber wann lohnt sich der Anwalt, und was kostet er?
Wann du einen Mietrecht-Anwalt brauchst
Bei einer Kündigung durch den Vermieter – ob Eigenbedarf oder fristlose Kündigung, ein Anwalt prüft die Wirksamkeit und verteidigt dein Wohnrecht. Bei Mieterhöhungen über der Vergleichsmiete oder Kappungsgrenze. Bei Nebenkostennachzahlungen über 500 Euro – die Prüfung durch einen Anwalt lohnt sich fast immer. Bei Mängeln in der Wohnung, die der Vermieter nicht behebt – Schimmel, defekte Heizung, Lärmbelästigung. Bei verweigerter Kautionsrückzahlung. Und bei Eigentümerwechsel – wenn ein neuer Vermieter die Spielregeln ändern will.
Was der Mietrecht-Anwalt kostet
Die Erstberatung ist auf 190 Euro plus USt gedeckelt. Ein außergerichtliches Schreiben kostet je nach Streitwert 300 bis 800 Euro. Ein Gerichtsverfahren: 1.000 bis 3.000 Euro je nach Streitwert. Die Rechtsschutzversicherung mit Mietrechtsbaustein übernimmt alle Kosten – auch wenn du den Prozess verlierst. Ohne Rechtsschutz: Prozesskostenhilfe steht dir zu, wenn du die Kosten nicht tragen kannst. Alternativ ist der Mieterverein eine günstige Option: 50 bis 100 Euro Jahresbeitrag inklusive Rechtsberatung und Vertretung.
In Mietstreitigkeiten geht es um dein Zuhause – und oft um tausende Euro. Ein guter Anwalt oder Mieterverein zahlt sich fast immer aus.


