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Sehnenscheidenentzündung Hand: Ursachen, Selbstbehandlung und wann du zum Arzt musst

Schmerzen im Handgelenk, die bei jeder Bewegung stechen. Schwellung, Rötung und ein knirschendes Gefühl beim Beugen und Strecken der Finger. Sehnenscheidenentzündung – medizinisch Tendovaginitis – ist die häufigste Ursache für Handgelenkschmerzen bei Frauen und entsteht durch Überlastung: Zu viel Tippen, Smartphone-Nutzung, Hausarbeit oder Sport ohne Aufwärmen.

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Pause: Die betroffene Hand schonen, auslösende Tätigkeiten stoppen. Eis: Kühlen mit Kühlpack oder Eiswürfeln im Tuch, 15 Minuten, mehrmals täglich. Compression: Eine Bandage oder Handgelenkschiene stabilisiert und entlastet. Hochlagern: Fördert den Abfluss von Schwellungsflüssigkeit. Entzündungshemmende Salben mit Diclofenac oder Ibuprofen lokal auftragen. Und das Wichtigste: Die auslösende Tätigkeit identifizieren und verändern. Oft reichen eine ergonomische Maus, Pausen beim Tippen und ein korrekter Arbeitsplatzaufbau, um die Ursache zu beseitigen. Wenn die Symptome auch den Nacken betreffen, liegt möglicherweise ein größeres ergonomisches Problem vor.

Wann zum Arzt

Wenn die Beschwerden nach zwei Wochen Selbstbehandlung nicht besser werden, wenn Fieber dazukommt (mögliche bakterielle Infektion), wenn die Finger taub werden oder die Hand kaum noch bewegen können. Der Arzt kann eine Cortisoninjektion in die Sehnenscheide verabreichen, die in vielen Fällen schnelle und anhaltende Linderung bringt. Sollte die Symptomatik dem Karpaltunnelsyndrom ähneln, ist eine differenzierte Diagnose wichtig.

Sehnenscheidenentzündung heilt in den meisten Fällen vollständig aus – wenn du die Hand rechtzeitig schonst und die Ursache beseitigst. Ignorieren führt zu chronischen Problemen. Handle früh.

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